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    Das Weltkulturerbe & Der Weltkulturschock

Luxusliner

 

Die Weisheit sollte niemand unterschätzen.

 

Ursula Sabisch, Rübenkoppel 1, 23564 Lübeck

An die TV-Sender und Radiosender                                                CO/                                                                                           

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Weltweit                                              

 

Lübeck, Donnerstag, 27. Mai 2004


Schreiben zu Pfingsten „Grand Princess Luxusliner“

Verteiler / Please, let this letter be translated into many different languages and be read or printed it out to your listeners, viewers or readers. 

My English language translation you may find here:

https://www.kulturschock-cultural-shock.de/luxury-liner.html

 

Sehr geehrte Herrschaften, liebe Jugendliche!

Wieder ist heute ein Luxusliner vom Stapel gelaufen; es ist derzeit weltweit der luxuriöseste Liner, getauft mit dem Namen „Grand Princess“.

Sicherlich wird er mit Kronleuchtern aus Bleikristall, mit Blattgold und Messing, mit Marmor- oder Parkettfußböden und mit edlen Hölzern wie wohl Mahagoni, Teakholz oder Kirschbaumholz ausgestattet sein.

Auch die auserlesensten Seidenteppiche werden nicht fehlen,  sowie vieles weitere mehr.

Nun könnte theoretisch dieser Luxusliner seine Passagiere direkt in den Nahen Osten nach Dubai in das Sieben-Sterne-Hotel transportieren; nur was wird wohl mit den Gästen der Luxusliner und der Luxushotels nach diesen Luxuserlebnissen passiert sein, nämlich dann, wenn der Fußboden wieder aus Stein oder PVC ist?

Wie werden sich diese Menschen verändert haben; werden sich diese Menschen durch solche Erlebnisse ändern und werden sie selbst es überhaupt bemerken?

Die Frage jedoch, auf die meine Person hinaus will, lautet: Was ist mit den Kindern und Jugendlichen, die diese Luxusklassen kennen gelernt haben und was ist mit den Jugendlichen oder jungen Leuten, die in den Dienst solcher Luxusanlagen gestellt sind?

Sehr schnell werden diese Kinder und jungen Menschen erkennen, dass sie auf die luxuriöse Seite möchten aber auf die andere Seite kommen könnten.

Entweder, man wird bedient oder man muss dienen und strebt dann eben den Luxus durch den Dienst in den Luxusanlagen an, indem man sich vielleicht für den Berufszweig als Animateur, als Kellner, als Gourmetkoch oder Page, Stewart, Fremdenführer, Kosmetikerin, Masseur, Zimmermädchen, Telefonistin oder als Rezeptzionist entscheidet.

Nicht jeder ist mit den Möglichkeiten ausgerüstet, um einen Traumberuf ergreifen zu können und so bleibt für viele noch die Möglichkeit, durch sein Outfit und seine Jugend die entsprechenden Bekanntschaften und Verbindungen zu schließen, die auf die luxuriöse Seite wechseln lassen.

Auch erhält nicht jeder das Angebot oder die Chance in der Luxusklasse einen Arbeitsplatz zu erhalten, der mit dem Publikumsverkehr verbunden ist.

Dabei muss man jedoch auch feststellen, dass nicht jeder junge Mensch die Wünsche und Vorstellungen von einem luxuriösen Leben hat, jedoch es werden immer mehr und besonders dann, wenn man als Kind schon in diese Luxuswelt geriet.

Sieht man sich diese Luxusanstalten etwas näher an, dann kann man erkennen, dass viel Handwerk und auch das Kunsthandwerk für spezielle Ausbauten und Fertigungen benötigt wurde.

Sieht man sich hingegen alte Schlösser oder alte Kirchen an, dann erkennt man sehr schnell, dass ausschließlich durch Handarbeit oder durch das Handwerk die Kunst- und Bauwerke entstanden sind und diese Werte bis zum heutigen Tage noch gewährleisten sind.

Der Unterschied zwischen einem luxuriös ausgestatteten Schloss und einer kostbar ausgestatteten Kirche bestand hauptsächlich darin, dass ein Schloss nur für auserwählte Leute und die Kirchen für Jedermann zugänglich waren und jeder dort das Kunsthandwerk und den Prunk bestaunen und betrachten durfte.

So ähnlich ist es auch heute mit den Luxushotels und Luxuslinern dieser Welt, deren Zugang nur für Leute mit einem dicken Portemonnaie gestattet ist oder für Leute mit einem entsprechenden Arbeitsvertrag.

Die Kirchen und Schlösser sind heute längst durch den Prunk, Glanz und Glimmer der Spitzenverbraucherklassen in das Abseits geraten und die „Echtheit“ der dortigen Bewohner wird immer mehr angezweifelt, doch darauf kommt es auch längst nicht mehr an.

Es kommt darauf an, dass man seine Vorstellungen verwirklichen kann und dass man eine entsprechende Anerkennung und Aufmerksamkeit anderer erhält!?

Doch wodurch und durch wen werden diese Vorstellungen der Berufswünsche oder Partnerwünsche gebildet und geformt?

Und was wird sein, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher ganz klar erkennen muss, dass man seine Wünsche und Vorstellungen nicht verwirklichen können wird, weil vielleicht durch die schulischen Leistungen die Voraussetzungen für den Traumberuf nicht erfüllt werden können oder die sportlichen oder musikalischen Leistungen nicht genügen werden, um sein Ziel weiter zu verfolgen?

Auch können durch das Elternhaus sämtliche Zukunftsperspektiven und Vorstellungen zerstört oder unmöglich gemacht werden.

Welche Möglichkeiten bleiben dann noch für einen jungen Menschen, der nicht als ein Straßenarbeiter oder als eine Fabrikarbeiterin tätig sein will, sondern unbedingt beweisen möchte, dass er existiert und dieses durch den Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit verwirklichen wollte?

Viele junge Menschen werden wissen, dass fast in jedem Menschen ein Schauspieler steckt; auch gibt es viele musikalisch begabte Menschen oder sehr talentierte Fußballspieler, die noch bessere Leistungen als die bekannten Prominenten zeigen und doch sind andere auf den Plätzen, durch die sehr viel Geld verdient werden kann und man dadurch das alles besitzen könnte, was man sich erträumt hatte.

So gehen heutzutage die Berufswünsche in die Richtung Prominenz, in Richtung Machposition und Reichtum oder in die Richtung, mit Leuten aus diesen Bereichen in Kontakt zu kommen, ganz gleich, wie man es anstellen wird; selbst Ärzte und Lehrer konzentrieren sich zunehmend auf die genannten Luxusklassen.

Die Filmwelt ist längst in die Realität übergegangen und so hat sie viele Berufsstände entsprechend eingenommen und schreitet zügig voran.

Nimmt man die heutigen Berufsausbildungsmöglichkeiten unter die Lupe und sieht sich dann die Berufserwartungen etwas näher an, dann ist eine gewisse Schauspielerei die Voraussetzung für den Erfolg im Berufsleben.

Auch die Anwendung der Psychologie ist nicht zu unterschätzen und so bleibt für viele junge Menschen nur noch eine gespielte Natürlichkeit und das Erlernen, im Leben Erfolg zu haben.

Die wirklichen Gaben und Talente eines jeden Menschen gehen durch zu hoch gesteckt Ziele verloren und unter, so wie viele junge Menschen durch die Einnahme von Drogen und Alkohol regelrecht untergehen.

Die Fähigkeit mit den Händen direkt etwas zu schaffen, zu formen oder reparieren zu können, wird vielen Menschen nicht mehr bewusst sein.

Auch wird vorwiegend den Jugendlichen nicht bewusst sein, dass das Denkvermögen durch diese Fähigkeiten angeregt und somit aufnahmefähiger wird.

Das Denkvermögen wird durch die vielen tausend Abläufe im Gehirn bereichert, da es immer unterschiedliche Abläufe sind.

Im Gegensatz zu der heutigen Tätigkeit, wodurch die Technik oder Hightech die tausend kleinen Denkschritte und Handlungen übernehmen, ist die individuelle Fertigung und Herstellung eines Produktes durch sehr viel mehr Geistespotenzial geschaffen worden, was Leuten dieser Berufsstände einen stärkeren und festeren Geist versichert und die Anfälligkeit durch vielerlei Erkrankungen um ein vielfaches reduziert wird.

Leider fehlt oftmals die entsprechende Anerkennung und eine vergleichsweise richtige Entlohnung für diese handwerklichen Tätigkeiten oder sie sind eben einfach für den Normalbürger nicht bezahlbar.

Diese Anerkennungen und Entlohnungen sind heutzutage vorwiegend hinter dem PC, hinter dem Mikrofon, hinter dem Telefon und vor der TV Kamera oder auf der Kinoleinwand und auf den Sportfeldern zu finden, dort wo Jedermann die Leistungen sehen und wahrnehmen kann.

Die Realität zeigt uns heute auf, dass zum Beispiel hochqualifizierte Leute über ein Werk von Picasso diskutieren, indem über Schattierungen eines Farbkleckses gestritten wird, wobei die Preise dieser Kunstwerke stetig ansteigen.

Jeder dieser Kenner findet sich in diesen Bildern irgendwie wieder und fühlt sich verstanden oder zumindest wird sein Gefühl in diesen Kunstwerken ausgedrückt.

Oftmals sieht man heute wirkliche Kunstwerke in den Fußgängerzonen als eine Straßenmalerei, wo man sich dann doch sagen müsste: Das könnte ich oder andere nicht; das ist ja wirklich ein Kunstwerk; wer hat dieses Bild gemalt?

Wer hat diese Begabung und muss sein Talent auf der Straße vergeuden?

Sieht man sich die Hochzeitskleider der heutigen Hoheiten an, dann fragt man sich ebenfalls, wer hat diese Kleider entworfen und wer hat sie gefertigt?

Auch hier müsste man sich sagen: Das könnte ich nicht; das ist Können; da ist schon etwas dahinter.

Oder hört man sich einen Tenor in einer Operette oder Oper an, dann muss man ebenfalls staunen und sagen: Das können nur sehr wenige Menschen;  das ist Begabung;  das ist Kunst.

Sieht man sich eine Frau mit einer passenden Frisur an, welche vor dem Gang zum Friseur optisch eher angegriffen wirkte, dann muss man sagen: Das kann nicht jeder; da ist etwas dahinter;  eine richtige Friseurin oder ein Friseur.

Öffnet man täglich eine bestimmte Schranktür und das vielleicht über einen Zeitraum von zwei Jahren, dann hat man irgendwann plötzlich den Türgriff und später dann die ganze Tür in der Hand oder umgekehrt.

Auch hier kann man erkennen, dass etwas dahinter ist, nämlich eine Massenproduktion, an der man sich irgendwann übergesehen hat und das Stück aus finanziellen Gründen leicht ausgetauscht werden kann.

So kommt ein Produkt nach dem anderen in den Müllknacker, denn das schadet scheinbar Niemandem und tut auch Niemandem weh.

Gibt es einen Schlachter in der Gegend, der besonders schmackhafte Wurst und Fleisch anbietet, dann stehen die Kunden Schlange, weil sich jeder sagt: Ja, so muss die Wurst und das Fleisch schmecken und eine persönliche Bedienung kommt noch dazu.

Der Schlachter wird dann genügend Personal einstellen, um die Kunden zufrieden zu stellen und um seinen Erfolg zu steigern.

Stellt der Schlachter durch seinen gutgehenden Betrieb seine Wurst- und Fleischwaren auf eine Massenproduktion um und ändert seine Betriebsführung diesbezüglich, indem er sich an einen anderen Bauern wendet, der in großen Mengen nicht die gleiche Fleischqualität anbieten kann, dann verliert er Kunden, da die Kunden die Geduld, sich in der Schlage anstellen zu müssen, ebenfalls verlieren, bis sich die große Nachfrage nach der Wurst und dem Fleisch eingestellt hat, da nun diese Ware fast überall zu haben ist.

Doch die heutige Jugend orientiert sich nicht an einem gutgehenden Schlachter- oder Friseurbetrieb; sie orientiert sich nicht an einem gutgeführten Schuster- oder Uhrmachermeisterbetrieb wie auch nicht an einem Tischlermeister- oder Malermeisterbetrieb; sie orientiert sich eher an einem PC und durch das Internet.

Dort wird der junge Mensch entsprechend mit lustigen Figuren oder Fratzen begrüßt. Auch darf ein sexy Wackelbild oder ein erotisches Foto nicht auf den Internetseiten fehlen, sonst fehlt etwas.

Der Jugendliche orientiert sich durch die Zeitschriften, die überall ausliegen und sogar zu Hause herumliegen werden.

Dort sieht er auf den Titelseiten hauptsächlich nackte Menschen, schöne Gesichter oder Prominente.

Möchte man sich jedoch kultiviert unterhalten lassen, zum Beispiel durch einen besonderen Radiosender, dann schaltet man den Sender ein und eine erotische Stimme stöhnt dort fast durch das Radio: „Und nun folgen die Wirtschaftsnachrichten“.

Und tatsächlich, es werden die Aktienkurse und weitere Nachrichten aus dem Wirtschaftsbereich durchgegeben.

Diesem Sender sollte man ebenfalls fast stöhnend mit einer erotischen Stimme durchgeben, dass heute sämtliche Schreibtische und Ledersofas in Beschlag genommen werden könnten, wenn die entsprechenden Hörer heute richtig an der Börse reagieren werden, nämlich mit dem Resultat eines vielversprechenden Gewinns, Sie anfällig gewordenen Schreibtischhengste und wiehernden Stuten, Sie!

Bitte überprüfen Sie als TV- und Rundfunkanstalten diesbezüglich gegenseitig Ihre Programmansagen und ganz besonders auch Ihre Werbungen, indem Sie sich bewusst sein sollten, dass viele Kinder und Jugendliche Ihr zugelassenes und gewolltes Gestöhne mitbekommen werden.

Auch werden viele Jugendliche und Kinder erkennen können, dass Sie diese Art von Ansagen benutzen werden, um die Zuschauer oder Hörer nicht an andere Sender zu verlieren.

Überlegen Sie bitte auch im Interesse der Kinder und Jugendlichen, mit welcher Art von Werbung Sie Ihre Tätigkeit finanziell unterstützen lassen und machen Sie die notwendigen Abstriche; das gilt selbstverständlich auch für alle Zeitschriften- und Zeitungsverlage, sonst werden die Abstriche eines Tages gemacht werden müssen, indem der aufgelaufene Reingewinn dann durch den Knüppel der Kaiserin an informierte Leute und an die Verantwortlichen verteilt werden wird.

i. A. ............  

„Und nun.... nun....... kommt daaas Wetter, stöhn,.... stöhn..und .....wau,....der Spitzenklasse?!“